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28/07/202004/08/2024

Sommer im Jahr 2020

Was für ein Sommer!

Der Sommer 2020 hatte es in sich, eigentlich schon das ganze Jahr. Zum ersten Mal blühen meine Rudbeckia fulgida – black eyed susan in voller Pracht und Fülle. Neben dem Lavendel und der noch kommenden Sonnenblume, sind dies meine absoluten Favoriten. Und genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich einen Neustart wage. Ich bin optimistisch, meine Kinder sagen zwar, das war ich beim letzten Mal vor genau zwei Jahren auch schon. Und doch fühlt es sich heute anders an, ich freue mich wirklich, kein mulmiges Gefühl in der Magengegend, keine innere warnende Stimme, die ich damals einfach ignorierte. Wenn mich auch gewisse Parallelen beunruhigen.

Der jeweils Vorgesetzte, der mich eingestellt hat, ist nicht mehr da, wenn ich die neue Stelle antrete. Gut, wesentlicher Unterschied, jetzt wurde er nicht freigestellt und gekündigt, sondern hat sich selbst neu orientiert.

Es ist das gleiche Einstellungsdatum, der 01. August.

Der Geburtstag meines Sohnes. Bei der vorherigen Anstellung haben wir seinen 18. Geburtstag gefeiert, auf dem Vierwaldstätter See mit dem Motorboot und nächtlichem Feuerwerk. Denn an diesem Tag feiert die Schweiz den Nationalfeiertag. Es trennen die beiden genau 709 Jahre. Und jetzt feiern wir seinen 20. Geburtstag sowie den Abschluss seiner Ausbildung, die er mit grossem Erfolg absolvierte, 1. Rang im Kanton Schwyz als Informatiker EFZ.

Nein, ich muss mir keine Sorgen machen, mein Bauchgefühl sagt, dieses Mal ist es wirklich das richtige für mich, das Zwischenmenschliche passt auch. Höflichkeit, Wärme, Interesse an mir, Freude, dass ich komme. Wenn das nicht echt ist.

Zehn Monate sind nun seit meinem Ausfall im letzten Jahr vergangen und einiges musste ich hart erlernen bzw. bin ich immer noch dabei. Vor allem Nein sagen, meinen Standpunkt klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen, mit der mir grösstmöglichen Selbstverständlichkeit.

Gestern habe ich einen kurzen Artikel über antizyklisches Verhalten gelesen, das hat mich beeindruckt. Es geht darum, anders zu reagieren, sich zu verhalten als es jeder andere vorher schon getan hat. Mit dem Risiko auch mal anzuecken. Dazu passt auch der Spruch «Nur, wer seinen eigenen Weg geht, kann Spuren hinterlassen.» Ich versuche das mal.

Insgesamt fühle ich mich besser, spüre mich selbst wieder, bin wieder bei mir. Was nicht heisst, dass es mir immer gut geht. Ich fühle die glücklichen und warmen Momente, aber auch die schwierigen, wenn, und wieder ist das mein Bauch, Unwohlsein, Trauer und Angst in mir hochsteigen. Das gehört dazu, ich habe gelernt beides anzunehmen, denn beides bin ich. Es gibt kein Hell ohne das Dunkel. Kein Warm ohne das Kalt. Das ist Leben, beides wahrzunehmen als Teil seines Selbst.

Ich nehme die Geschenke an, die mir das Leben schenkt und habe aufgehört mir vermeintliches Glück selbst zu organisieren. Geht nur schief und endet in Ärger und Frust, in der Sackgasse.

Wie oft habe ich gepredigt, kein Marmorbad und goldene Wasserhähne zu brauchen, um glücklich zu sein. Dem ist auch so, aber allzu oft scheiterte ich an zahlreichen Versuchen mein Glück selbst zu erschaffen, zu formen. Dabei weiss doch nur das Universum, was gut für mich ist. Die Erfahrung zeigt, dass Loslassen das Leben leichter macht, es läuft geschmeidiger, wie eine frisch geölte Fahrradkette.

Nun starte ich also in wenigen Tagen meinen Neubeginn im beruflichen Sein. Ich wünsche allen, die sich in ähnlicher Situation befinden, einen guten Start und viel Erfolg.

Auch im privaten steht Neues an, doch dazu später mehr.

Bleibt gesund!

Eure Manu

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